Sicherheitstests: so machen sie das

Arbeitsschuhe müssen der ISO-Norm entsprechen. Die ISO-Norm ist eine umfassende Sicherheitsnorm, die alle Anforderungen enthält, die ein Arbeitsschuh erfüllen muss. Um zu prüfen, ob und in welchem Maße Sicherheitsschuhe dieser Norm entsprechen, werden sie vom Hersteller umfangreich getestet.

Zehenkappe

Die Zehenkappe ist das bekannteste Sicherheitsbauteil am Arbeitsschuh: diese Kappe schützt die Füße und Zehen des Trägers vor herabfallendem Material. Ein Arbeitsschuh muss gemäß der ISO-Norm einem Aufprall von 200 Joule standhalten. Das entspricht einem Gewicht von 20 Kilogramm, das unter normalen Bedingungen aus 1 Meter Höhe fällt. Die Kappe darf dabei nicht so stark eingedrückt werden, dass die Innenhöhe des Schuhs unter 14 mm liegt.

Die Widerstandsfähigkeit der Zehenkappe wird mit der sogenannten Fallprobe getestet. Dabei wird der Schuh auf einem Sockel einer Testkonstruktion befestigt und ein Wachsklotz in den Schuh gelegt, um die Zehen zu simulieren. Über der Zehenkappe hängt ein Gewicht, das bei der Durchführung des Tests heftig nach unten gedrückt wird, sodass die Zehenkappe einem Aufprall von 200 Joule ausgesetzt ist. Anschließend wird das Gewicht wieder angehoben und der Schuh vom Sockel genommen.

Der Schuh wird nach dem Test auf Brüche oder Risse an der Kappe untersucht, anschließend wird der Wachsklotz aus dem Schuh genommen, um zu prüfen, ob er eingedrückt ist. Zur zusätzlichen Kontrolle wird die Schafthöhe gemessen, um zu sehen, ob der Schuh nach dem Aufprall noch der geforderten ISO-Norm von 14 mm entspricht.

Sohle und Profil

Vielleicht erwartet man es nicht, aber die Sohle ist der wichtigste Bestandteil des Arbeitsschuhs. Neben dem Komfort muss die Sohle vor Stürzen, Ausrutschen und Stolpern schützen. Diese verursachen nämlich die meisten Unfälle am Arbeitsplatz und führen zu Ausfallzeiten.

Das Testen der Profile erfolgt mit einer sogenannten Flexmaschine. Die Sohle wird an dieser Maschine befestigt, anschließend werden 30.000 Biegungen simuliert, um zu prüfen, wie sich das Profil verhält. Vor dem Test werden auch drei kleine Löcher in die Sohle gestochen. Nach dem Test dürfen die Löcher nur um eine begrenzte Anzahl Millimeter größer geworden sein. Das Sohlenmaterial selbst wird zusätzlich getrennt vom Schuh getestet und in einem Winkel von 90 Grad 150.000 Mal gebogen, um zu sehen, wie sich das Material verhält.

Die Anti-Rutsch-Sohle wird auf verschiedenen Untergründen (rau oder glatt) in Kombination mit Wasser und Seife getestet. Die Rutschhemmung der Anti-Rutsch-Sohle muss dabei eine bestimmte Wirkung aufweisen.

Verschleiß und Festigkeit

Arbeitsschuhe werden unter relativ harten Bedingungen getragen und sind daher dem Verschleiß ausgesetzt.

Mit einer Zugprüfanordnung werden die Nähte der Sohlen, des Obermaterials und des Kunststoffs getestet. Dabei wird eine bestimmte Zugkraft auf das Material ausgeübt. Auch die Schnürsenkel werden so geprüft.

Beim Verschleißtest wird ein Teil der Sohle auf eine Vorrichtung gesetzt und für mehrere Stunden einer Bandschleifmaschine (Rollband) ausgesetzt. Damit wird die Abriebfestigkeit der Sohle getestet.

Antistatisch en ESD

Die meisten Arbeitsschuhe sind antistatisch. Ein ESD-Schuh geht noch einen Schritt weiter: diese Schuhe haben einen noch geringeren Widerstand, wodurch statische Elektrizität noch schneller vom Körper zur Erde abgeleitet wird.

Die ESD-Norm wird wie folgt getestet: Es werden Stahlkugeln in den Schuh gelegt. Der Schuh wird anschließend auf eine Stahlplatte gestellt. Der Strom, der durch die Kugeln und die Stahlplatte fließt, wird von einem Gerät gemessen, wobei der gemessene Widerstand unter einem bestimmten Grenzwert liegen muss, damit der Schuh die Bezeichnung ESD tragen darf.

Wir verwenden Cookies

Preise anzeigen

Wir zeigen dir normalerweise Preise einschließlich Steuern. Möchtest du Preise ohne MwSt. sehen? Stelle das hier einfach hier um.