Schutzhelm austauschen

Du ersetzt einen Schutzhelm, sobald er einen harten Schlag abbekommen hat, Risse zeigt, nicht mehr richtig sitzt oder seine angegebene Nutzungsdauer erreicht hat. Zu warten, bis er sichtbar kaputt ist, kommt zu spät, denn ein Teil des Schutzes liegt in dem, was du nicht direkt siehst.

Wenn du jeden Tag mit Sicherheitshelmen arbeitest, lohnt es sich, bewusst darauf zu achten. Ein Helm bekommt Sonne, Staub, Schweiß und manchmal auch einen kräftigen Schlag ab. Dadurch kann das Material nachlassen, auch wenn die Außenansicht noch in Ordnung scheint.

Nach einem Schlag sofort ersetzen

Einen Schutzhelm, der einen harten Schlag aufgefangen hat, ersetzt du sofort. Das gilt auch, wenn etwas Schweres darauf fällt und die Schale danach noch intakt wirkt. Der Schlag kann den Helm von innen schwächen, sodass er einen nächsten Aufprall weniger gut abfängt.

Bist du unsicher, ob der Schlag stark genug war? Dann wähle die sichere Variante. Ein Helm ist ein kein / keine Teil, auf das du nicht noch ein paar Wochen wetten solltest.

Kleine Abnutzung sagt oft schon genug

Kontrolliere die Schale und das Innenleben regelmäßig. Achte auf Risse, matte Stellen, Verfärbungen, brüchigen Kunststoff und ein ausgeleiertes Schweißband oder Innenband. Auch ein Einstelldrehknopf, der nicht mehr richtig arretiert, ist ein schlechtes Zeichen.

Schau deshalb nicht nur auf die Außenseite, sondern auch auf das verstellbare Innenwerk deines Kopfschutzes. Gerade dort merkst du schnell, ob ein Helm an Stabilität und Passform verliert.

Darf man einen Helm nach einem Schlag weitertragen?

Nach einem echten Aufprall meistens nicht. Eine leichte Berührung an einem Rohr ist etwas anderes als ein fallendes Werkzeug oder ein harter Stoß gegen Beton. Sobald du jedoch denkst, dass der Schlag die Schale wirklich getroffen hat, ist Ersetzen die sichere Wahl.

Das fühlt sich manchmal schade an, besonders wenn der Helm noch gepflegt aussieht. Das Risiko liegt jedoch gerade in Schäden, die man nicht mit dem Auge sieht.

Passform und Zubehör zählen mit

Ein Schutzhelm muss stabil sitzen. Verrutscht er nach vorne, kippt er leicht oder bleibt das Kinnband nicht unter Spannung, verlierst du Schutz genau in dem Moment, in dem es darauf ankommt. Das gilt auch, wenn Befestigungspunkte verschlissen sind.

Trägst du den Helm zusammen mit Gehörschützern oder Gesichtsschilden, überprüfe auch deren Anschluss. Ein lockeres Klicksystem oder eine beschädigte Aufnahme bedeutet nicht nur Ärger, sondern auch weniger verlässlichen Schutz.

Nutzungsdauer unterscheidet sich je nach Helm

Nicht jeder Helm hält gleich lange. Das hängt von Sonnenlicht, Hitze, Schmutz, chemischen Spritzern und davon ab, wie oft du ihn trägst. Befolge daher immer die Angaben des Herstellers auf dem Helm oder der Verpackung. Diese Nutzungsdauer ist wichtiger als das gepflegte Aussehen des Helms.

Bewahre deinen Helm auch sinnvoll auf. Lege ihn nicht tagelang in einen heißen Lieferwagen oder lose hinter das Fenster. Viel Wärme und UV-Licht beschleunigen die Alterung.

Wann eine Bumpcap ausreicht

Nicht jede Aufgabe erfordert einen Schutzhelm. Bei geringem Risiko herabfallender Gegenstände kann eine Bumpcap manchmal ausreichen. Arbeitest du an einem Ort, an dem wirklich etwas auf deinen Kopf fallen kann, bleibst du beim Schutzhelm.

Diese Unterscheidung ist wichtig. Eine Bumpcap hilft bei Stößen gegen niedrige Gegenstände, ersetzt aber keinen kein / keine Helm an Orten, wo ein Aufprall von oben möglich ist.