Anstoßkappe oder Schutzhelm

Eine Schutzkappe (Stootpet) ist dafür gedacht, gegen Anstoßen an feste Hindernisse zu schützen, ein Schutzhelm (veiligheidshelm) gegen herabfallende Teile und Schläge von oben. Wähle also nicht nach dem Aussehen, sondern nach dem Risiko über deinem Kopf. An vielen Arbeitsplätzen scheinen beide eng beieinander zu liegen, aber in der Praxis macht der Unterschied viel aus.

Arbeitest du zwischen niedrigen Trägern, Rohren oder offenen Ladeflächen, kann eine Schutzkappe ausreichen. Arbeitest du dort, wo Material fallen kann oder wo ernsthafte Kopfverletzungen von oben drohen, brauchst du einen Schutzhelm. Schau deshalb zuerst auf die Aufgabe und erst dann auf den Sitz innerhalb der Kopfbedeckung.

Schutzkappe bei geringem Anstoßrisiko

Eine Schutzkappe ist praktisch, wenn du den Kopf vor allem an festen Teilen anstoßen kannst. Denk an Lagergänge, Servicewagen, Installationsarbeiten im Innenbereich oder technische Räume mit niedrigen Leitungen. So eine Kappe fühlt sich leichter an und sitzt oft angenehmer, wenn du viel dich bücken musst oder häufig in und aus einem Transporter ein- und aussteigst.

Daran gibt es jedoch eine klare Grenze. Eine Schutzkappe ist nicht dafür gemacht, herabfallende Materialien aufzufangen. Tauchen über deinem Kopf Werkzeug, Schutt oder schwere Teile auf, ist das nicht ausreichend.

Schutzhelm bei herabfallenden Teilen

Einen Schutzhelm wählst du, sobald das Risiko von oben kommt. Das sieht man oft auf Baustellen, im Tiefbau, bei Gerüstarbeiten oder an Stellen, an denen mehrere Personen übereinander arbeiten. Dann geht es nicht mehr um einen Stoß gegen ein Rohr, sondern um echte Einwirkung.

Auch wenn du dicht an Maschinen oder Hebearbeiten vorbeigehst, möchtest du diesen zusätzlichen Schutz. Ein Helm sitzt meist fester am Kopf und erfordert manchmal eine Eingewöhnung, aber das wiegt nicht gegen den Unterschied im Schutz auf, wenn etwas schiefgeht.

Achte auf deine Arbeitshaltung

Die richtige Wahl hängt nicht nur vom Ort ab, sondern auch davon, wie du dich bewegst. Arbeitest du viel gebückt, kriechst du unter Installationen hindurch oder drehst du dich häufig in engen Räumen, merkst du schnell, ob etwas zu hoch, zu locker oder zu warm sitzt. Dann hilft es, nicht nur auf den Schutz zu achten, sondern auch auf den Tragekomfort während der gesamten Schicht.

Verwendest du gleichzeitig Gehörschutz oder ein Visier, schau dann, ob das gut mit deiner Gehörschutz und anderem PSA zusammenarbeitet. Ein Helm, der ständig verrutscht, oder eine Schutzkappe, die nirgends richtig anliegt, stört in der Praxis schneller.

Nicht schwerer als nötig

Die schwerste Schutzart zu wählen erscheint sicher, ist aber nicht immer klug. An Arbeitsplätzen ohne herabfallende Teile kann ein Helm unpraktischer sein als nötig. Umgekehrt ist eine Schutzkappe zu leicht, wenn von oben ein Risiko besteht. Du willst also nicht mehr, aber auch nicht weniger tragen, als die Aufgabe verlangt.

Bei Proforto hilft es, zuerst zu schauen, wo die Gefahr herkommt, von oben oder von vorn. Erst danach wählst du ein Modell, das angenehm sitzt und zu deiner übrigen PSA passt.

Musst du immer die strengste wählen?

Nein, du musst die richtige für das Risiko an deinem Arbeitsplatz wählen. Wenn es kein / keine herabfallende Teile gibt, ist ein Schutzhelm nicht automatisch besser. Wenn solche vorhanden sind, ist eine Schutzkappe hingegen unzureichend. Prüfe also, was über dir passiert, wie oft du dich bückst und ob du mit anderen Personen auf unterschiedlichen Höhen arbeitest.