Wasserabweisend oder wasserdicht, was passt im Job

Wasserabweisende Arbeitskleidung hält leichten Regen und aufspritzendes Wasser eine Zeit lang ab. Wasserdichte Arbeitskleidung schließt den Regen wirklich aus, auch wenn du länger im Nassen arbeitest. Wähle also wasserabweisend für kurze Außeneinsätze und wechselhaftes Wetter, und wasserdicht, wenn dein Arbeitstag wirklich nass bleibt.

Auf dem Papier wirkt dieser Unterschied klein, aber am Arbeitsplatz spürst du ihn schnell. Eine Jacke, die für die Fahrt zwischen Bus und Einsatzstelle völlig reicht, kann auf einer offenen Baustelle zu kurz greifen. Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf das Außenmaterial zu schauen, sondern auf den gesamten Aufbau deiner Arbeitskleidung.

Wasserabweisend bei kurzen Schauern

Wasserabweisender Stoff lässt Tropfen leichter von der Oberfläche abperlen. Das funktioniert gut bei Nieselregen, Spritzwasser und Arbeiten, bei denen du zwischendurch immer wieder ins Trockene gehst. Eine leichte Softshelljacke fühlt sich dann oft angenehmer an als ein schwereres Regenmodell.

Die Grenze liegt vor allem in Zeit und Druck. Nach längerem Regen oder wenn der Stoff an Schultern und Armen anliegt, dringt Feuchtigkeit schneller durch. Dann merkst du, dass wasserabweisend vor allem als praktische Pufferlösung gedacht ist, nicht als vollständige Regenkleidung.

Wasserdicht für wirklich nasse Arbeit

Wasserdichte Arbeitskleidung trägst du, wenn Regen nicht nur Nebensache ist, sondern ein fester Teil deines Arbeitstages. Denk an Außeneinsätze an Straßen, auf der Baustelle oder in der Logistik an Verladerampen ohne Schutz. Eine gute Regenjacke hält dann nicht nur Spritzer ab, sondern auch anhaltenden Niederschlag.

Diesen Vorteil merkst du besonders, wenn du viel bückst, hebst oder stillstehend arbeitest. Wasser sucht dann schneller Nähte, Falten und Druckstellen. Mit wasserdichter Kleidung bleibst du trockener, achte aber auf die Passform. Eine zu steife Jacke oder Hose wird bei viel Bewegung unangenehm.

Auch die Hose macht einen Unterschied

Viele Handwerker achten zuerst auf die Jacke, obwohl ein nasses Oberschenkel- oder Kniebereich genauso störend ist. Arbeitest du viel auf den Knien, steigst häufig in Pfützen oder sitzt oft auf nassen Untergründen, dann sind Regenhosen oder eine Überhose oft klüger als nur eine geschlossene Jacke.

Darin steckt auch gleich eine Nuance. Nicht jeder braucht immer ein komplettes wasserdichtes Set. Bei kurzen Außeneinsätzen kann eine wasserabweisende Jacke mit einer trockenen Ersatzhose praktischer sein als ein komplett Regenanzug, der den ganzen Tag stört.

Atmungsaktivität zählt mit

Trocken bleiben bedeutet nicht nur, von außen keinen Regen zu bekommen. Wenn Wärme und Schweiß nicht entweichen können, fühlt sich die Kleidung von innen trotzdem feucht und klebrig an. Deshalb ist es klug, neben der Wasserdichtigkeit auch auf den Tragekomfort zu achten. Gerade beim Laufen, Treppensteigen und Heben willst du nicht, dass die Kleidung schwer und schwitzig wird.

Bei Proforto siehst du deshalb oft Unterschiede zwischen Modellen für durchgehende Außeneinsätze und leichteren Jacken für wechselnde Bedingungen. Je nasser und länger die Belastung, desto eher lohnt sich Wasserdichtigkeit. Je mehr du dich bewegst und je kürzer die nassen Momente, desto häufiger reicht wasserabweisend aus.

Muss man immer wasserdicht wählen?

Nein, wasserdicht ist nicht automatisch die beste Wahl. Wenn du vor allem kurze Strecken draußen gehst, gelegentlich einen Schauer erwischst und dich viel bewegst, kann wasserabweisende Kleidung angenehmer und leichter sein. Arbeitest du stundenlang im Regen, dann willst du dagegen die zusätzliche Abschirmung.

Die beste Wahl hängt also von deinem Arbeitstempo, davon ab, wie lange du draußen bist und woher das Wasser kommt. Zweifelst du zwischen beiden Varianten? Schau dann zuerst auf den nassesten Moment deines Arbeitstages. Dieser Moment entscheidet meist, ob du mit leichter Außenkleidung auskommst oder besser gleich echte Regenkleidung wählst.